2015

Whisky-Verkostung 05.November 2015, kommentiert von Herrn Gerald Erdrich

Am 05. November durften wir Gerald Erdrich, Geschäftsführer der Destillerie Kammer-Kirsch GmbH und Keeper of The Quaich sowie Präsident der Keeper of The Quaich Deutschland bei uns begrüßen.
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Der AbendP1070782 wurde mit einem kleinen Ratespiel eröffnet, es handelte sich um einen im Holzfass ausgebauten Apfelbrand aus der Brennerei Kammer- Kirsch, Apfel mal anderes!
Nun ging das Wort an Herrn Erdrich, seit 1989 leitet Gerald Erdrich das Unternehmen Kammer- Krisch. Längst verkauft und produziert die Brennerei nicht nur Kirschwasser, womit 1909 die Karlsruher Brennerei begann Erfolgsgeschichte zu schreiben. Sehr stolz ist man auf den Single-Malt-Whisky destilliert aus dem Malz der Badischen Staatsbrauerei Rothaus. Die Leidenschaft zum Whisky ist dem Keeper of The Quaich und Präsident der Keeper of The Quaich Deutschland anzumerken. Herr Erdrich nahm uns mit in die Welt des Whiskys.
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Von der Produktion bis zum fertigen Whisky im Glas erklärte Herr Erdrich uns anschaulich und sehr unterhaltsam die einzelnen Prosezze, vom „Wasser des Lebens“!
Sechs Single Malt Scotch Whisky wurden an diesen Abend verkostet.

Craigellachie 13 machte den Auftakt.
Im Herzen der Speyside, zwischen Dufftown, Aberlour und Rothes, liegt die Craigellachie Brennerei.P1070774
Dieser 13 Jahre gelagerte Single Malt Scotch Whisky ist nicht kühlgefiltert, er ist weich, ausgewogen, malzig und überrascht mit feinen Zitrusaromen.

Von der Speyside ging es auf die Insel Arran, die laut Herrn Erdrich auch als das kleine Schottland bezeichnet werden könnte. Arran Port Cask Finish befand sich in unseren Gläsern. Auch dieser Whisky ist non-chill-fitered.
P1070757 Das Finish in Portweinfässern verleiht diesem Whisky sein intensives Fruchtaroma. Bei einem Alkoholgehalt von 50% vol. Alkohol machte es diesem Whisky nichts aus, mit einen Tropfen Wasser etwas verdünnt zu werden. Mit Hilfe von etwas Wasser wird der Alkohol geöffnet und noch mehr Aromen werden frei. Leider mussten wir an diesem Abend feststellen das nicht jeder Whisky mit Wasser verdünnt geschmacklich gewinnt. Ganz im Gegenteil, der ein oder andere verlor sogar stark, an Aroma und Geschmack.

Zurück auf dem Festland ging es in die Highlands zu Aberfeldy. Gegründet wurde die Brennerei 1896.P1070761 Sie ist bekannt für ihre milden und süßen Whiskys. Im Glas hatten wir den Aberfeldy 16 Jahre, eine neue Standardabfüllung der Brennerei. Im Aroma und Geschmack finden sich Sherry, Zitrusfrüchte mit der Süße von Honig und ein Hauch dunkle Schokolade wieder.

P1070765Von den Highlands in die Speyside. Glendronach Singel Cask 12 Years Old 2003/2015, verwöhnte unseren Gaumen. Diese Abfüllung ist limitiert auf 612 Flaschen!!! Der Master Distiller von Glendronach, Billy Walker, wählt jedes Jahr spezielle Fässer aus. Der Whisky in diesen Fässern ist meist so besonders und außergewöhnlich, das man ihn nicht für die Standartabfüllung verwendet, sondern diese als limitierte Ausgabe abfüllt. Dieser Whisky erhielt sein Finish in einem Pedro Ximenez Sherryfass.
Nun war es an der Zeit den getorften Whiskys unsere Aufmerksamkeit zu schenken. Dazu ging es nicht wie sonst auf eine der schottischen Inseln, nein wir blieben in der Speyside.
P1070768Gefüllt war das Glas mit dem Glen Moray Peated, dieser Whisky kam im August 2015 neu auf dem Markt und erweitert das Standardsortiement von Glen Moray. Das ist der erste getorfte Whisky der Brennerei, die ihre fruchtig süße Geschmackspalette mit etwas Torf noch erweitern wollen. Süße und Frucht bilden eine schöne Harmonie mit feinem Torfrauch. Ein Whisky für alle Tage.
Der letzte Whisky an diesem Abend kam von BenRiach einer Brennerei im Herzen der Speyside gelegen.P1070772
BenRiach Septendicim reifte 17 Jahre in Ex- Bourbonfässern. Non chill fitered und mit 46% vol. Alkohol abgefüllt. Er präsentierte sich kräftig und rauchig, etwas Honigsüße und Aromen von gerösteten Nüssen zeigten sich. Ein besonderer Whisky der lang und intensiv im Nachhall ist. Ein gelungener Abschluss für diesen sehr schönen, informativen und interessanten Abend.

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Wir bedanken uns bei Herrn Erdrich und bei unseren Freunden des gepflegten Genießens, für diesen schönen Abend.

Whisky-Verkostung 09. Oktober 2015, kommentiert von Katrin Reitz

Letzten Freitag durften wir Katrin Reitz, Brand Ambassadriece, für die Brennereien Dalmore, Isle of Jura und Teeling, bei uns begrüßen.

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Auf dem Tisch zeigte sich uns ein Flight mit vier gefüllten Gläsern. Es war bei diesem Anblick eine Herausforderung, sich in Geduld zu üben. Aber das Warten lohnte sich. Der erste Whisky an diesem Abend, war ein der Telling Small Batch. P1070695Der Teeling Whiskey ist ein klassischer Irischer Whiskey der zu einem großen Teil aus Malt Whiskey besteht. Hergestellt im Small Batch Verfahren, Vermählung von einer relativ kleinen Anzahl besonders ausgesuchten Fässern.
Die Lagerung erfolgt in klassischen Whiskey-Fässern. Das Finishing jedoch in Rum-Fässern der Flor de Cana Destillerie in Nicaragua.
Die Lagerung in Rum-Fässern verleiht dem Whiskey mehr Tiefe und Komplexität.

Die Familie Teeling hat eine lange Whiskey-Tradtion, die im 18. Jahrhundert begann. P1070659  1782 hatte Walter Teeling in der Marrowbone Lane in Dublin eine Brennerei gegründet. 6 Brennereien waren Ende des 19. Jahrhundert in Dublin zu Hause. In den folgenden Jahrzehnten mussten alle Brennereien aus wirtschaftlichen Gründen und auf Grund der Prohibition in Amerika schließen. 2014 brachte die Teeling- Familie, die Whiskeytradition nach Dublin in die Lieberties zurück und besitzen in Dublin die erste Brennerei seit 1970.

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Von Irland aus ging es nach Schottland, genauer gesagt auf die Insel Jura. Die Insel Jura liegt vor der Westküste Schottlands und hat grade mal 189 Einwohner und eine einzige Brennerei. Zu probieren gab es den Jura Diurachs´ Own 16 Jahre, dieser ist den Bewohnern der Insel gewidmet. Der Diurach ist ein geduldiger „Kamerad“.  P1070699Der Jura Diurachs´ Own lagert für 14 Jahre in amerikanischen Weißeichen-Fässern und kommt zum Finish für zwei Jahre in Amoroso-Sherry- Fässer. Er präsentiert sich mit Orange, dunkler Schokolade, Honigsüße und würzigen Malz.
Ganz anders zeigt sich der Jura Prophecy, herb, torfig, mit süßlichen Zimt- und Muskatnoten. Dieser Single Malt Whisky reifte in amerikanischer und europäischer Weißeiche.
Bevor es in die schottischen Highlands ging, gab es noch etwas ganz besonderes aus der Jura Destilliere zu verkosten. Den Isle of Jura Tastival 2015, eine Limited Edition mit 3960 Flaschen weltweit für das Jahr 2015. P1070701Destilliert 1997 und abgefüllt 2015 ist dieser 18 Jahre alte Single Malt ein absolutes Geschmackserlebnis. Das besondere an diesem Whisky ist das Finish in Bouvet Ladubay Rosé Cremant Fässern von der Loire.
Von der Insel in die nördlichen Highlands, in die Dalmore Destillerie. Auffallend ist, dass jede Flasche Dalmore mit dem Geweih eines 12-Ender verziert ist. P1070671
Der Legende nach, soll ein Mitglied des MacKenzie Clans im Jahre 1263 dem schottischen König Alexander III. das Leben gerettet haben, als dieser während der Jagd von einem wilden Hirsch angefallen und schwer verwundet wurde. Die MacKenzies, die später 80 Jahre lang im Besitz der Dalmore Destillerie waren, bekamen vom König als Dank das Recht verliehen, diesen 12-Ender in ihrem Familienwappen zu tragen.
Alle Whiskys werden hier nicht nur in Ex-Bourbon Fässern gelagert sondern auch in Sherryfässern. P1070711
Der Dalmore 15 Jahre, war der erste von drei Whiskys der Dalmore Brennerei, in dessen Genuss wir an diesem Abend kommen durften. Ein sehr komplexer Single Malt, mit typischen Zitrusaromen der Highlands und leichten Pfeffer- und Chillinoten.
Der Cigar Malt von Dalmore ist ein 10- 15 Jahre alter Single Malt, der zu dreißig Prozent in Bourbon- Fässern und zu siebzig Prozent in 30 Jahre alten Metusalem Olorosso Sherry- Fässern reift. Ein Finish in französischen Cabernet Sauvignon Fässern rundet diesen komplexen Whisky perfekt ab. Für den Masterblender Richard Paterson ein perfekter Begleiter zur Zigarre.
Auch aus der Dalmore Destillery konnten wir einen ganz besonderen Whisky probieren, den Dalmore King Alexander, gewidmet der Geschichte der Destilliery. P1070714Aber nicht nur die Geschichte ist etwas besonders sondern auch der Whisky. Der 1992 destillierte Single Malt wird als einziger Scotch Whisky in sechs verschiedenen Fässern ausgebaut: Small Batch Bourbon Fässer, Metusalem Sherry Butts, Portwein- Fässer (Pipes), Marsala Holzfässer, Mardeira Fässer und Cabernet Sauvignon Barrique- Fässer. Sehr komplex und elegant, langanhaltend, mit roten Beeren, Vanille, Mandeln und Karamell. Ein Hochgenuss, ein King!!!

Wir bedanken uns für diesen interessanten, lebhaften und informativen Vortrag bei Katrin Reitz, Brand Ambassadriece von Borco und die Möglichkeit in den Genuss der Rarität von Jura und Dalmore zu kommen.

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Vielen Dank auch an unsere Freunde des gepflegten Genießens. Wir hoffen, Sie bei der nächsten Verkostung wieder begrüßen zu dürfen.

Whisky- Verkostung 04. September 2015, kommentiert von Albrecht Wirz

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Eröffnet würde dieser Abend mit einem Whiskylikör von Kilchoman.

P1070643Die Kilchoman- Destillerie befindet sich auf der schottischen Insel Islay, sie wurde 2005 gegründet, die erste neu gegründete Whiskybrennerei auf Islay seit 124 Jahren. Ein etwas anderer Likör, Torfrauch und die Süße von Brombeeren, verleihen ihm seinen ganz besonderen und eigenen Geschmack.

Nach dem schottischen Whiskylikör, ging es aber noch mal zurück nach Deutschland. Genauer gesagt auf die schwäbische Alb, wo sich die Brennerei finch von Hans- Gerhard Fink befindet. Hans- Gerhard Fink ist passionierter Landwirt, der das Getreide zur Herstellung seiner Whiskys selbst anbaut. In Zusammenarbeit mit einem benachbarten Brennereihersteller hat Hans-Gerhard Fink die größte Pot-Still Brennblase Deutschlands entwickelt. Diese Brennblase soll die Eigenständigkeit des finch Whiskys in Form und Qualität symbolisieren. Seine Whiskys keine Nachahmung irischer, schottischer oder amerikanischer Whiskys.

P1070634Verkostet wurden der finch Classic (Gerste und Weizen) 40% vol. Ausbalanciert und mild präsentiert sich dieser Whisky. Fruchtig mit etwas Schokolade, Honig und Weitrauben. Der finch Classic reifte ca. 5 Jahre in Wein- und Bourbonfässer.
Der finch Barrel Proof (Weizen) mit 54%vol. ist intensiv, elegant und mild im Geschmack, Aromen von Wein und Vanille sind deutlich auf der Zunge zu spüren. Dieser Whisky gehört zu der Black Label Serie, unter der Hans-Gerhard Fink besonderen Raritäten abfüllt. Ausgebaut wird der barrel Proof in Bourbonfässern und Portweinfass.

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Es ging zurück nach Schottland in die Speyside. 1897 wurde die Glen Moray Distillerie in Elgin gegründet. Glen Moray ist eine der 18 Weltmarken, die die Appellation „Glenlivet“ als eine Garantie für gute Qualität, tragen dürfen.

P1070637In den Gläsern befindet sich der Glen Moray Classic und der Glen Moray Port Cask Finish. Der Classic zeichnet sich durch starke Getreidenoten mit einem Hauch Zitrone aus. Der Glen Moray Port Cask Finish zeigt Aromen von Trockenfrüchten, dunkler Schokolade und leichter Eichennoten. Glen Moray war eine der ersten Brennereien, die ihre Malts in Weinfässern veredelte.

Als letztes Paar an diesem Abend präsentieren sich der Benriach 10 Jahre und der Benriach Curiositas 10 Jahre. Hier zeigt sich nochmal sehr schön, wie unterschiedlich Whiskys aus einer Brennerei sein können auch wenn sie die gleiche Zeit im Holzfass verbracht haben. Die Brennerei wurde 1898 von John Duff gegründet. Sie ist eine der wenigen, bei der noch alle Produktionsschritte (Mälzen, Maischen, Gärung, Destillation und Reifung) vor Ort ausgeführt werden. P1070641Der Benriach 10 Jahre 43% vol., ist frisch mit grünen Apfel, Aprikose und Gerstenaroma. Die Abfüllung reifte in Bourbon- und Sherryfässern. Der Benriach Curiositas 10 Jahre 46% vol., unterscheidet sich nicht nur durch den Alkoholgehalt. Im Gegensatz zum Benriach 10 Jahre wurde der Curiositas mit getorftem Malz destilliert. Er präsentiert sich mit starkem Torfrauch aber auch sehr schön weich, mit Süße und Gewürzen.

Bevor wir zu unserem letzen Whisky an diesem Abend kamen, dem Ardbeg Perpetumm , hatten wir noch eine kleine Überraschung für unsere Gäste: den „Ardbeg- Spirituosen- Verdampfer“.

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Die Ardbeg Destillery, die dieses Patent für zwei Jahre gekauft hat, stellte uns, als erster Fachhändler in Berlin, diese Weltneuheit zur Verfügung. Der Verdampfer ist gefüllt mit dem Ardbeg Ten. Nicht wie gewohnt wird hierbei der Whisky getrunken, sondern jeder Gast durfte den Rauch mit dem Strohhalm einatmen. Die etwas andere Art einen Ardbeg zu genießen!

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Das Highlight an diesem Abend war die Sonderabfüllung von Ardbeg zum 200jährigen Bestehen der Brennerei, der ARDBEG PERPETUUM.

P1070398Die offiziellen Tastingnotes zum Ardbeg Perpetuum
Farbe: Tiefe Bernsteinfarbe Geruch: Noten von Torfrauch, frisches Eichenholz, Vanille und Honig lassen die Vorfreude auf den ersten Schluck ansteigen.
Geschmack: zarte Sherry-Süße und Anklänge von Chilli, Pfeffer und Mousse au Chocolat breiten sich im Mund aus bevor das typische Ardbeg-Torf die Regentschaft übernimmt.
Nachhall: mittellang und rauchig mit feiner Lakritze
Fasslagerung: Sherryfässer und Bourbonfässer
Die Ardbeg Brennerei wurde offiziell von Jon McDougall 1815 gegründet.

Wir bedanken uns für diesen schönen Abend und freuen uns sie bald wieder begrüßen zu dürfen.
Albrecht Wirz und Familie

Whisk(e)y- Verkostung 07. August 2015, kommentiert von Albrecht Wirz

Heiß, heißer, Whisk(e)y

Unter diesem Motto fand unsere letzte Verkostung statt. Bei 34 Grad im Schatten, hat es uns sehr gefreut, dass der Genuss und die Probe nicht darunter gelitten haben. Ganz im Gegenteil! Kurzer Hand wurde die Verkostung nach draußen verlegt, bei Sonne und etwas Wind konnten wir nun dem Whisky unsere volle Aufmerksamkeit schenken.

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Die Tische waren eingedeckt und vor jedem Gast befanden sich zwei gefüllte Gläser. Irland macht den Anfang mit The Irishmann Single Malt und dem Teeling Single Malt.
The Irishmann Single Malt, ausgebaut ist dieser milde und im goldenen Bernstein leuchtende Whiksey, in Ex- Bourbon und Sherry- Fässern. Nach Aromen von Toffe und Vanille, setzten sich geröstete Mandeln, Hönig und Florale Aromen durch. Lang, mild und wärmend ist der Nachhall, Eichen – und dunkle Schokoladenoten zeigen sich.
Jede Flasche ist mit einer Batch- Nummer versehen, jedes Batch ist auf maximal 6000 Flaschen limitiert. Die Brennerei ist stolz auf die Preise in den USA und in Europa, zum Beispiel die Double Gold Medal bei der “The World Spirits Competition” in San Francisco und die Gold Medal bei den ISW in Deutschland.
Auf eine Altersangabe hat man verzichtet.

P1070559Das zweit Glas ist gefüllt mit dem Teeling Single Malt. Kraftvoll, malzig mit Aromen von Karamell, Zitrus, Vanille, reifen Früchten und Pfeffernoten präsentierte er sich. Lang und süß mit weichen Holznoten im Nachhall.
Der Teeling Single Malt ist der dritte Whiskey aus der Teeling exklusiv Reihe und vervollständigt so die Serie, der non-aged Whiskeys. Um den vollen Charakter und Aromen hervorzuheben, wurden dafür bis zu 23 Jahre alte Whiskeys verwendet. Die Familie Teeling brennt seit 1782 Whiskey. Die Whiskey reiften in 5 verschieden Weinfässern, Sherry, Port, Madeira, Weißburgunder und Cabernet Sauvignon. Diese Technik von Fasslagerung gab es in solch einer Form noch nie zuvor in Irland.

Die nächste Paar in unserer Verkostung kam aus Schottland, The Dalmor 15 und The Arraan Amarone Cask Finish.
Der Dalmor 15 Jahre präsentiert sich mit einem komplexer Körper, süßer Vanille, Nelken und einer Prise Zimt.
Im Hintergrund findet sich das typische Zitrusaroma der nördlichen Highlands.
Für 13 lange Jahre reifte dieser Dalmore in feinen Bourbonfässern. Sein Finish erhielt er in Sherryfässern von Matusalem Byass, Apostoles und Amoroso. Ein körperreicher und komplexer Single Malt.
Die Dalmore Brennerei wurde im Jahr 1839 gegründet. Schon 1874 wurden dort vier Brennblasen verwendet, 1966 wurde dann auf acht aufgestockt.

P1070564Der Arran Amarone Cask, erlangt seine rote Farbe und die deutlich ausgeprägten Fruchtaromen, durch die Nachreifung in Amarone- Rotweinfässern aus Italien. Dieser Whisky aus der Arran Brennerei ist der Dritte neben Port und Sauternes, der Weinfinish-Serie von Arran.
Die kleine, hübsche Insel Arran hat unterschiedlichste geographische Ausprägungen zu bieten: grüne Flächen und Sandstrände im Süden und felsige Wandergebiete im Norden. Um das „Schottland in Miniatur“ komplett zu machen, fehlte Arran nur noch eine Destillerie und die erhielt sie 1995.

Bowmore 12 Jahre, hatte an diesen Abend seine Solo- Auftritt, um den Einstieg in die Welt der torfigen Whiskys zu eröffnen.

P1070567Mit rauchigem Aroma und zarter aromatischer Süße beginnt das Geschmackserlebnis. Leichte Vanille ist zu erspüren, gefolgt von Sherry- Süße mit blumigen Noten und noch mehr Rauch. Der Nachhall ist trocken und umhüllt von Rauch und Sherry.
Die schottische Bowmore Brennerei liegt auf der idyllischen Insel Islay. Bowmore wurde im 18. Jahrhundert gegründet und gehört damit zu den ältesten Brennerein Schottlands.
Bowmore ist ein typischer Islay-Whisky. Er hat eine deutliche Torfrauchnote und viele Meeres- und Salzaromen. Das Besondere am Brennereicharakter von Bowmore ist eine leichte Veilchennote.

Das letzte Paar an diesem Abend kam auch von der Insel Islay und auch aus einer Brennerei. Um noch deutlicher zu zeigen wie stark der Fassausbau den Whisk(e)y beeinflusst.
Die Laphroaig Brennerei liegt an der Südküste der Inneren Hebriden Insel Islay. Laphroaig bedeutet auf Gälisch „die schöne Niederung an der breiten Bucht“. Genauso schön ist die Gegend um die Brennerei. Die ersten Gebäude der zwischen 1810 und 1816 gegründeten Brennerei liegen direkt am Ufer einer flachen Bucht, die sich nach Süden öffnet. Die Brennerei verwendet nahezu ausschließlich amerikanische Bourbon Fässer für die Lagerung ihres Whiskys. Nach 10 Jahren Lagerzeit wird etwa die Hälfte der Fassdaubenstärke vom Whisky ausgelaugt. Nach 15 Jahren sind es etwa ¾ der Wandstärke. Da Laphroaig nur kleine Fässer verwendet, findet eine schnelle Reifung statt. Laphroaig verkörpert die Einzigartigkeit Islays – schwer, rauchig, torfig und mit viel Charakter.

P1070568Der Laphroaig QA Cask und der Laphroaig PX Cask befinden sich in unseren Gläsern, schon bei der Farbe sind deutliche Unterschiede zu erkennen.
Der Laphroaig QA Cask wurde in normalen Ex-Bourbonfässern gereift und durfte in frisch ausgebrannten Weißeichenfässern nachreifen. Die Fässer wurden aus amerikanischen Eichen hergestellt und wie Bourbonfässer von innen ausgebrannt, um eine Holzkohleschicht zu erzeugen. Diese zweite intensive Reifung erzeugt eine Mischung aus Rauch und warmen, würzigen Vanillenoten.
Seinen Namen erhielt der Whisky vom lateinischen Wort für Weißeiche – Quercus Alba.

Der Laphroaig PX Cask, ist die erste Abfüllung die in Pedro Ximenez Sherry- Fässern nachreifte. Nach einer Reifung in amerikanischen Eichenfässern und späterer Umlagerung in Quarter Casks erhielt die Abfüllung ihr endgültiges Finish in Pedro Ximenez Sherryfässern.
Mit typischen Sherynoten von süßen Sultaninen, Rosinen und ein wenig Honig präsentiert er sich. Rauch und Eiche sind harmonisch mit der Süße, der Sherry- Aromen verbunden.

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Wir bedanken uns für diesen schönen Abend und freuen uns sie bald wieder begrüßen zu dürfen.

Albrecht Wirz und Familie

Sommerfest 05. und 06. Juni 2015

Unser Sommerfest erfreute sich auch in diesem Jahr wieder großer Beliebtheit. Wir möchten uns auf diesem Wege bei unseren Besuchern, Kunden, Standbetreibern, Repräsentanten und Promotern für ein fantastisches Sommerfest bedanken, auch wenn uns das Wetter am Samstag nicht ganz so freundlich gesonnen war.

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Der Gedanke dieses Fests ist es unseren Kunden und Besuchen, in gemütlicher Atmosphäre die Möglichkeit zu geben, Produkte aus unserem Sortiment kennen zu lernen. Sich mit den Repräsentanten der verschiedenen Weine und Spirituosen auszutauschen und das ein oder andere Neue für sich entdecken.

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Es hat uns sehr gefreut in diesem Jahr, neue Aussteller für unser Fest begeistert zu können.
P1070487Diageo war einer davon, Patrick Wedekind mixte verschiedene Drinks und zeigte das Gin nicht nur mit Tonic Water bestens harmoniert, sondern auch sehr gut mit anderen Zutaten den Gaumen erfreuen kann. The Gherkin ( Tanqueray Gin, frischer Zitonensaft, Gurkensirup), eine absolute Erfrischung an einem heißen Sommertag. Pimm´s Cup und Grand´O Speziel waren an seiner Bar auch zu finden.

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Oliver Budack präsentierte Weine aus Australien von Peter Lehmann. Absolutes Highlight aus der Auswahl seiner Weine, der Peter Lehmann „ Stonewell Shiraz“, der Spitzenwein des Weingutes.

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Frankreich ist immer eine Reise wert. Von Domain de La Baume im Süden Frankreichs, standen ein Merlot und ein Chardonnay zum probieren bereit.Les Grand Chais de France präsentiert in diesem Jahr nicht nur Weine aus Frankreich sondern auch aus Neuseeland, Yealands Estate Sauvingnon Blanc , ein Weißwein mit intensiver Frucht von Stachelbeere fand schnell viele Liebhaber.

P1070529Für das prickeln auf der Zunge sorgte Champagner Cossy.

 

Cognac Maxime Trijol (ggr. 1859) stellte seine edlen Destillate vor.

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Deutsche Weine durften natürlich auch nicht fehlen. Geschäftsführer Alexander Steiner, vom Weingut Zimmerlin, am Fuße der Weinterrassen des Kaiserstuhls gelegen, präsentierte auch in diesem Jahr seine Weine.

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Vom Camerino- den Wein für jeden Tag bis hin zum Spätburgunder „Alte Rebe“, es war für jeden das Richtige dabei.

Bella Italia! Das Gefühl italienischer Lebensfreude zog bei uns ein.
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Der Aperetivo Rosato zeigt die leichte, spritzige Seite von Ramazzotti. Die Kombination von Hibiskus und Orangenblüte ist die Basis für fruchtige Drinks, wie den Ramazzotti Rosato Mio und Ramazzotti Dou, der perfekte Einstieg ins Wochenende.P1070502

 

 

 

 

Die Vielfalt italienische Weine gab es am Stand von Erhard Grazielewski, zu entdecken. Weine aus Süditalien von Terre di Camopo Sasso und aus Südtirol von Nals Magreid machten Lust auf mehr.

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Das richtige Digestif nach einer leckeren Wildschweinbratwurt oder Leberkäs vom Grill, waren die Grappa von Marzadro , die zeigten das Grappa nicht gleich Grappa ist.

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Auch in diesem Jahr freuten wir uns sehr das „Kosh“, der mit seiner Livemusik für noch mehr gute Stimmung sorgte, auf unserem Sommerfest dabei war. Auch er sorgte für ein Highlight am Freitag. Durch Fernando Rodrigo wurde aus einem Solo- Auftritt eine 2-Mann-Bänd.

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Ein herzliches Dankeschön an alle die mit uns gefeiert haben. Wir freuen uns jetzt schön auf unser nächstes Sommerfest am 03. und 04. Juni 2016.
Ihr Team vom Wein & Spirituosen Center

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Wein- Verkostung am 23. April 2015, kommentiert von Andreas Schmitges

Mich hat es persönlich sehr gefreut Andreas in unserem Geschäft begrüßen zu dürfen. Uns verbinden nicht nur sein guter Wein, sondern auch unsere gemeinsame Ausbildung zum Weinbautechniker und eine jahrelange Freundschaft.

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Das Weingut Schmitges in Erden kann auf eine lange, erfolgreiche Geschichte zurückblicken – erste Erwähnung findet sich im Jahre 1744. Heute führt Andreas Schmitges mit seiner Frau Waltraud und zwei erwachsenen Söhnen das Weingut. Familie Schmitges hat sich einigen Prinzipien verschrieben, die bei bewusst niedrig gehaltenen Erträgen und dem konsequenten Einsatz von wurzelechten Reben eine hohe Qualität sichern: behutsame Vinifikation, selektive Handlese, schonende Traubenverarbeitung, kühle, langsame Gärung und Reife. Das Ergebnis sind individuelle Rieslingweine, die die Einzigartigkeit des Jahrgangs und der Lage widerspiegeln.
Als Querdenker und Qualitätsfanatiker hat Andreas Schmitges immer wieder neue Herausforderungen gesucht und gefunden. Das Erdener Treppchen – eine der besten Steillagen der Mosel – ist eine solche. Wenn der Begriff „Steillage“ fällt, dann wissen wohl vor allem Winzer der Mosel, was das eigentlich bedeutet: Maximaler Aufwand, 100% Handarbeit (und das nicht etwa nur bei der Weinlese), enorme körperliche Anstrengung und maximale Leidenschaft zum Beruf.
Lagen:
Haben Sie sich als Weinfreund/-in schon einmal die Frage gestellt, aus welchem Stoff eigentlich große Moselweine entstehen? Und wieso Menschen sich seit über 1000 Jahren im „längsten Riesling-Canyon der Welt“ die Mühe machen, unter abenteuerlichsten Bedingungen Rieslingreben in den blanken Fels zu pflanzen? Warum die selektive Lese per Hand so wichtig für den individuellen Charakter der Weine ist? Kennen Sie die Wirkungsweise des grauen und roten Schiefers auf den Weingeschmack?
Warum schmecken die Rieslingweine ganz unten in der Schlucht anders als oben am Bergkamm?

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An den Steilhängen der Mosel sind die Weine so einzigartig, dass bereits von Weinberg zu Weinberg die Unterschiede schmeckbar sind. Gerade einmal 100 Meter nebenan gewachsen, 10% Neigung mehr oder weniger, 100 Meter höher über N.N., roter statt grauer Schiefer und alles ist anders. Nirgends auf der Welt ist die Einzigartigkeit der Lagen, beschränkt auf eine Rebsorte, den Riesling, so stark ausgeprägt wie an der Mosel. Während andernorts Weine erst als Cuvée wirkliche Ausdruckskraft bekommen, besitzen die Weine hier genügend Persönlichkeit und sind es darum wert, unbedingt einzeln auf Flasche gebracht zu werden.

Wir hatten am Donnerstagabend, die Möglichkeit sieben – verschieden Ausgebaute des Mosel- Rieslings zu probieren. Um uns so ein eigenes Bild über die Vielfalt machen zu können.

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Doch bevor es zum Riesling kam, wurde das erste Glas mit einem 2014 Rivaner (Müller-Thurgau) trocken gefüllt.
Feinfruchtiger und unkomplizierter Alltagswein; herrliche Frische; ideal als Sommer- und Terrassenwein, sowie zu Antipasti;
0,75L 12%vol.; 7,3g/l Restsüße (RS); 6,9g/l Säure (S) gefüllt. Als nächstes an der Reihe war ein 2014 Weißer Burgunder trocken. Herrlich frischer Sommerwein; klare fruchtige, reife Beerenaromen mit viel Druck am Gaumen; super Trinkfluß.
0,75L 12,5%vol.; 7,5g/l RS; 7,2g/l S.

Der Anfang war gemacht, nun ging es an das Herzstücke des Hauses – den Riesling:

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2014 Riesling Grauschiefer, trocken:
Ein sehr feinfruchtiger, finessenreicher, sehr nuancierter Wein mit sehr eleganter Säure am Gaumen und einer nachhaltigen Mineralität.
0,75L 12,5%vol.; 8,9g/l RS; 6,9g/l S                                                                                               2014 Erdener Treppchen «Urgestein» Riesling Kabinett, trocken:
Die über 400 Mio. Jahre alten grauen Urgesteinsböden sind so stark verwittert, dass sie eine ganz tolle Wasserhaltekraft besitzen und fast in jedem Jahr in der Stilistik unglaublich kühle, frische, finessenreiche Kabinett –Weine in der Lage Treppchen hervorbringen.
0,75L 11%vol.; 7,1g/l RS; 7,2g/l S
2013 Erdener Treppchen Riesling Spätlese, trocken:
In der Nase und Mund faszinieren komplexe Aromen von Pfirsich und Aprikose, reife Zitrusfrüchte sowie immer wieder diese fabelhafte Mineralität.
0,75L 12%vol.; 8,0g/l RS; 7,8g/l S
2013 Erdener Prälat Riesling Großes Gewächs, trocken:
Die Fakten: 1,5 Hektar Reben, auf feinstem roten und grauem
Schiefergestein teilen sich 14 Weingüter. Die einzelnen Weinberge weisen Neigungen zwischen 50-70% auf. Reine Südlage, mit wurzelechten Reben bestockt, welche ein Alter zwischen 50-100 Jahren aufweisen. Streng Limitiert, nur 1300 Flaschen!
0,75L 12%vol.; 7,4g/l RS; 8,2g/l S
2014 Riesling «vom Berg» feinherb:
Die Trauben stammen aus den höher gelegenen, kühleren Riesling-Parzellen. Der Wein wird kühl vergoren, damit die herrliche Frische erhalten bleibt. Ein kurzes Feinhefelager rundet das saftige, finessenreiche Fruchtaroma ab.
0,75L 11,5%vol.; 22,2g/l RS; 7,6g/l S
2014 Riesling «vom roten Schiefer» Kabinett, lieblich:
Bei dieser traditionellen Steillage, zwischen Ürzig und Zeltingen, handelt es sich um eine eher kühle Lage. An diesem Süd-/Osthang mit 30-60% trocknet die Morgensonne die Trauben und die Nachmittagssonne ist schwach. Geprägt ist dieser finessenreiche Wein vom typischen rötlichen Schiefergestein.
0,75L 8,5%vol.; 47,7g/l RS; 8,4g/l S
2013 Erdener Treppchen Rslg. Spätlese Fass 23, lieblich:
2013 war ein Aussnahmejahr, bedingt durch die warmen, regenfreien Wochen vor der Ernte, ist diese Spätlese in Filigranität nur schwer zu überbieten. Hier zeigen sich die Einzigartigkeit großer Lagen und die des Rieslings.
0,75L 8%vol.; 85g/l RS; 8,3g/l S

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Es ist immer wieder erstaunlich, dass mit nur einer Rebsorte eine solche Vielfalt an Weinen zu erzeugen möglich ist.
Eine Rebsorte, ein Weingut = ein abwechslungsreicher spannender Abend.
Wir bedanken uns bei Andreas Schmitges.

Albrecht Wirz und Familie

Rum- Verkostung am 17. April 2015, kommentiert von Albrecht Wirz

Der Vodka Vallure aus Berlin eröffnet letzte Woche die Rum – Verkostung. Sie haben richtig gehört, Vodka! Mittlerweile ist es Tradition geworden die Verkostung mit einem blind-tasting zu beginnen, um etwas Neues kennenzulernen und den Gaumen an den Alkohol zu gewöhnen.

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Nach der Geschichte über Zuckerrohr und Informationen zur Herstellung vom Rum, war es an der Zeit den ersten Rum an diesem Abend zu probieren. Auf den Tischen standen zwei gefüllte Gläser.

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Das erste Paar war der Ron Varadero Grand Reserva aus Cuba, ihm gegenüber stand der Mount Gay XO Reserve Cask Rum aus Barbados.

P1070312Ron Varadero Gran Reserva 15 anos:
Farbe: dunkler Bernstein
Geschmack: Sehr weich und vielseitig, elegante, honigsüße Noten gepaart mit ausgeprägten Vanille und Tabak Aromen
Nachhall: sehr lang und vielschichtig
Mount Gay 1703 XO Reserve Cask:
Die Mount Gay Distillerie wurde um 1663 von William Gay gegründet. Die erste Aufzeichnung der Rumproduktion ist auf den 20. 02. 1703 datiert.

Damit ist Mount Gay der älteste offizielle Rumproduzent auf Barbados und wahrscheinlich sogar der ganzen Welt.
Aroma: Tabak, Eiche
Geschmack: sanft und süß, fruchtige Aromen, würzig, Cashewnuss
Nachhall: Reichhaltig und voll

Der nächste Rum war der Appleton Estate 21 Jahre.P1070315
Jamaika gilt zu Recht als eine der Hochburgen der Rumproduktion und kann sich sogar gegen die bei Weitem nicht schlafende Konkurrenz innerhalb der Karibik durchsetzen. Warum das so ist, veranschaulichen Premium-Spirituosen wie der weltweit anerkannte, mehrfach prämierte Appleton Estate 21 Jahre. Er wird vom gleichnamigen Betrieb mit weitläufigen Ländereien und langer Tradition hergestellt und profitiert von einer extra langen Reifeperiode. Das Zuckerrohr kommt von den eigenen Plantagen im fruchtbaren Nassau-Tal. Der Appleton Estate 21 Jahre ist ein Blended Rum, für den bei der sorgfältigen Vermählung nur die hochwertigsten Destillate verwendet werden. Keine jamaikanische Destillerie ist länger im Geschäft als Appleton Estate, was sich im edlen Gesamtcharakter des Rums positiv bemerkbar macht.

Nach kräftigeren Rums folgten nun Sorten, die sich mit einer intensiveren Rum Süße präsentierten.

P1070318Ron Dominicano Relicario und Presidente Marti 15 Jahre beide Spirituosen stammen aus der Dominikanischen Republik.
Ron Dominicano Relicario:
Bei diesem Rum handelt es sich um einen Blend aus unterschiedlichen Rumsorten, allesamt zwischen 5 und 12 Jahre alt. Gelagert und gereift wird der Relicario im Solera-Verfahren, welches ihm seine Aromenvielfalt und Komplexität verleiht.

Aroma: fruchtig, leicht süße Vanille
Geschmack: intensiv, hölzern mit würzigen Aromen, vollmundig
Nachhall: anhaltend, wärmend
Presidente Marti 15 Jahre:
Wer einen sanften, cremigen und recht lieblichen Rum sucht, der ist mit dem Presidente Marti 15 Jahre Solera Rum fündig geworden. Ein schöner Premium Rum.
Aroma: süßlich, zarte Holznoten
Geschmack: weich, ausgewogen, komplex mit Vanille und Toffee
Nachhall: lang, mit feiner Süße

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Die letzten beiden Rums sind zwei „Exoten“, sie kommen nicht aus der Karibik. Dennoch braucht sich keiner von Ihnen verstecken, ganz im Gegenteil, beide überzeugen im Geschmack und Qualität.

P1070321Gold of Mauritius Rum
Mauritus befindet sich östlich von Madagaskar, fast 1700 km entfernt vom afrikanischen Kontinent.
 Aufgrund des vulkanischen Ursprungs und den klimatischen Bedingungen ist es für die Rum-Produktion bzw, den Anbau von Zuckerrohr bestens geeignet. Mitte des 17. Jahrhunderts entstanden die ersten Zuckerrohrplantagen, die von den Niederländern angelegt wurden.
Mittlerweile wird auf Mauritius auf 90% der kultivierten Fläche Zuckerrohr angebaut. Auf Mauritus befinden sich 3 Destillen, die ausschließlich Rum aus Zuckerrohr von Mauritius herstellen.
Den exzellenten Gold of Mauritius Dark Rum gibt es erst seit 2012. Nichtsdestotrotz überzeugt er Rum-Genießer auf ganzer Linie und wurde bereits im Jahr seiner Einführung mit der Silbermedaille beim German-Rum-Festival“ ausgezeichnet. Damals trug er noch den Namen „Blue Mauritius Gold.                                                                                                       Aroma: Leder, Zimt und Kokos
Geschmack: Orange, Karamell, Trauben, feines Holz
Nachhall: lang anhaltend und würzig
Der Don Papa Rum hat eine faszinierende Geschichte zu erzählen. Er ist untrennbar mit seinem Herstellungsland und den dortigen Traditionen verbunden. Natürlich basiert er auf Zuckerrohr bzw. auf Melasse, die als Nebenprodukt der Zuckergewinnung anfällt und in Sirupform zum Fermentieren gebracht wird. Es wird von Single Island Rum gesprochen, da das Zuckerrohr ausschließlich von der philippinischen Insel Negros bezogen wird. Nach dem Gärungsprozess des Destillats steht der Brennvorgang an. Er erfolgt in small batches, also in geringen Chargen. Anschließend geht es an die Reifelagerung. Sie dauert sieben Jahre und findet am Fuße des Mount Kanlaon in Eichenfässern statt, die aus Amerika angeliefert werden. In ihnen hatte zuvor Bourbon Whisky gelagert. Nach der mehrjährigen Ruhephase widmet sich der Master Blender der Destillerie dem Blending. Er vermählt mehrere Destillate miteinander, um eine bestimmte Geschmacksbil zu erhalten. Eine Holzkohlefilterung reinigt das Destillat. Dann wandert der dunkle Aged Rum in die bauchige Flasche mit dem detailverliebten, kunstvollen, nostalgischen Etikett.            Aroma: sanft mit süßen Noten
Geschmack: Elegant, würzig, sehr süß, Honig und Vanille und kandierte Früchte
Nachhall: süß, exotisch einprägend

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Wir bedanken uns für einen gelungenen Abend und freuen uns auf Ihren nächsten Besuch.
Albrecht Wirz und Familie

Pro Wein 2015 in Düsseldorf

Am Stand vom Weingut Marchesi di Barolo.

Pro Wein 2015

Amerikanischer Whiskey 06. März 2015, kommentiert von Tanja Bempreiksz

Frau Tanja Bempreiksz, Brand Ambassadorin von Beam Suntory, zeigte uns an diesen Abend die Welt des amerikanischen Whiskey. Schwerpunkt der Verkostung „Rye Whiskey“.

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Doch bevor das Wort an Tanja ging, eröffnete ein kleines Ratespiel die Whiskey Verkostung. Das Rätsel war schnell gelöst es handelte sich um ein Premium Kornbrand aus der Berliner Brandstifter Brennerei.

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Nach einer kurzen Einführung von Tanja in die Geschichte und Entstehung des Whiskeys in Amerika (mehr dazu: https://weinundspirituosencenter.wordpress.com/whiskey/amerkia-kentucky/ ) ging es an das erste gefüllte Glas auf den Tischen.

P1070012Basil Hayden entwickelt 1796 eine Bourbon- Rezeptur, die sich von allen bisherigen unterschied. Der Bourbon Basil Hayden´s basiert auf der Grundlage von Mais wird aber mit überproportional viel Roggen versetzt, wodurch er einen würzigen Geschmack bekommt aber seine sanfte Note nicht verliert.

P1070026Old Grand- Dad, ein Whiskey mit Familientradition, gehört heute zu den zehn meistverkauften Kentucky Straight Whiskeys. Süßer, würziger Geschmack mit feinen Vanille-Karamell- Aromen und kräftiger Roggen-Note.

P1070015Jim Beam Rye wird nicht aus Mais, sondern aus mindestens 51% Roggen-Maische hergestellt. Mit seinem feinen Geschmack nach Vanille und Eiche und seinem kräftigen Roggen-Aroma im Abgang, überzeugt der Whiskey.

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Knob Creek Rye ist ein weicher und würziger Rye, der wie bei Knob Creek üblich, in kleinen Batches produziert wird. Würzig mit Roggennoten und Anklängen von Vanille und Eiche.

P1070031Maker`s Mark, tanzt bei dieser Verkostung etwas aus der Reihe. Bei diesem Whisky wird anstelle von Roggen roter Winterweizen verwendet, gepaart mit einem sehr hohen Maisanteil, was dem Whisky eine besondere Note verleiht.

Der letze Whiskey an diesem Abend ist wie Maker´s Mark kein Rye Whiskey. Master Distiller Booker Noe kreierte mit Booker’s einen Bourbon, der ungefiltert und unverschnitten direkt aus dem Fass in Flaschen abgefüllt wird. Mit Aromen von Eiche, Vanille, rauchiger Holznote und 63% vol. Alkohol präsentierte er sich vollmundig und kraftvoll.

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Wir bedanken uns bei Tanja für die interessante und lehrreiche Reise in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Wir freuen uns wenn wir Sie bei der nächsten Verkostung wieder begrüßen dürfen.

Albrecht Wirz

Whisky trifft Rum 27. Februar 2015, kommentiert von Mike Labs

Whisky trifft Rum war das Thema an diesem Abend. Herr Mike Labs Markenbotschafter von Diageo war bei uns zu Gast, um uns die Unterschiede sowie die Parallelen von Whisky und Rum zu erläutern.

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Die Tische waren eingedeckt und die sechs Gläser vor uns waren mit bernsteinfarbenen Spirituosen gefüllt. Nach einer kurzen Einführung in die Welt der Whiskys und Rums, konnte es nun keiner mehr erwarten den ersten feine Spirituose zu verkosten.

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Doch bevor wir zum eigentlichen Thema kamen, servierte uns Mike den Bulleit Kentucky Straight Bourbon Whisky mit Spreewälder Gurkenwasser. P1060905Eine sehr interessante Kombination, die für Überraschung sorgte.
P1060971Als erster Whisky präsentierte sich der Cardhu Special Cask Reserve, ihm gegenüber stand der Rum Pampero Aniversario. Beide Spirituosen zeigten sehr viele Parallelen: mild, weich, Vanille und dunkle Schokolade.
P1060976Unser zweites Paar präsentierte sich da schon anders. Der Ron Zacapa Solera 23 Etiqueta Negra zeigte sich  sehr mild mit intensive Rum-Süße, Karamell, Toffee und leichte Holz-Rauch-Noten. Ihm gegenüber der Talisker Port Ruighe, weich und mild, Toffee, Gewürze, Torf –und Holzrauch war hier deutlich zu erkennen.
P1060978Der letzte Rum an diesem Abend war der Ron Zacapa Reserva Limitada 2014. Er präsentierte sich sehr ausgewogen, vollmundig mit leichter Zitrusaromen, Vanille und Eichenholznoten. Ganz anders hingegen die Distillers Edition von Lagavulin. Diese zeigte sich mit intensiven Torfnoten und schöner Sherry- Süße, vollmundig und weich. Hier waren die Unterschiede eindeutig zu erkennen.
Ein spannender Abend ging zu ende. Wir haben viel Interessantes über die Herstellung der Whiskys und Rums sowie auch eine Menge von der Geschichte und Entstehung der einzelnen Brennereien erfahren.

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Wir bedanken uns bei Mike Labs für einen gelungenen Abend.

Wir freuen uns wenn wir sie bald wieder bei uns begrüßen dürfen.

Ihr Albrecht Wirz