2013

Whisky auf japanisch!!!

Whisky aus Japan stand im Mittelpunkt der Verkostung am 1. März. Offensichtlich war die Aussicht auf den fernöstlichen Ansatz, Whisky zu brennen, hochinteressant. Das Geschäft war bis auf den letzten Sitz- und auch Stehplatz besetzt.

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Der Hausherr begrüßte die Gäste sogleich mit einer ersten Aufgabe: Sie sollten den angebotenen Aperitif erraten, der so braun in den Gläsern schimmerte. War es ein Whisky, oder gar ein Cognac, oder– oder doch ein Grappa? Überraschung gelungen: Ein vorzüglicher im Eichenfaß gereifter Grappa der Brennerei Marzadro– Le Diciotto Lune– war im Glas und bereitete die Gaumen für den Whisky vor.

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Für den  Start der Verkostung hatte ich einen irischen und einen schottischen Whisky ausgewählt. Sozusagen als europäischen Brückenpfeiler für die folgenden japanischen Whiskies. Nach dem 10-jährigen Tullamore Dew und dann dem traditionsreichen Glenlivet French Oak 15 J., wurde der erste japanische Whisky eingeschenkt. Masataka Taketsuru hatte in Schottland schon in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Kunst des Whiskybrennens erlernt und dann sein Wissen mitgenommen in seine japanische Heimat. Die spannende Geschichte des japanischen Whisky können Sie unter der Seite „Whisk(e)y“ lesen.

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Vier Erzeugnisse der Brennerei Nikka standen zur Verkostung bereit. Die Gäste erlebten den Nikka Pur Malt Red, den Pur Malt Black, den Pure Malt White und dann die 51,4% starke Faßabfüllung Nikka from the Barrel. Grasige, feine Karamelltöne auf der Zunge, zarter Rauch– bis zum Whisky mit kräftiger torfiger, sogar salziger Note zeigten die Spannbreite der Japaner.

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Einhelliger Kommentar der Gäste: das macht Lust auf mehr dieser japanischen Kreationen. „Es lohnt sich, zu testen“– guter Whisky kommt nicht nur aus Schottland und Irland.

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Trotzdem oder gerade deswegen reichte ich zum Abschluß der Reihe wiederum einen schottischen Whisky: den Talisker 57° Nord mit exakt dem gleichen Akoholgehalt. Pfeffrig, rauchig – wunderbar. Die Brücke von alter zu neuer Tradition und zurück war geschlagen.

P1000153Bei den nächsten Whiskyverkostungen soll die Reise nach Amerika und dann- erstaunlich- sogar nach Deutschland gehen. Whisky ist immer für eine – genussbringende– Überraschung gut.

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Ihr Albrecht Wirz

Die Welt des Rums – mit Thorsten Bechmann – Verkostung vom 15. März 2013

Imposant sah schon die Anzahl der gefüllten Gäser an jedem Platz aus. Von „wasserklar“ bis honigbraun, so schimmerten sieben veschiedene Rums im Licht.

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Die schlimmste Qual war sicher das Warten bis zum Start der Verkostung. Als Aperitif hatte ich– schon ein schöner Brauch– eine Spirituose zur Blindverkostung ausgeschenkt. Klar, so wie der erste Rum des Abends. Whisky? Grappa? Wodka?– Nein, liebe Gäste, diesmal galt es, einen „new make“, einen Baby Whiskey von Jameson in Irland zu erraten. Das war eine gezielte kleine List des Hausherrn.

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Auch Torsten Bechmann, unser Referent des Abends, konnte die klare, wohlschmeckende Flüssigkeit nicht eindeutig identifizieren.

Dann kam der Auftritt von Torsten. Dieser Mann versteht sein Handwerk. Er weiß, wie Rum gemacht wird– aus eigener Erfahrung. Die Story von seinem ersten Einsatz auf einer Zuckerrohrplantage, mit zerschnittenen Unterarmen, verschrammten Beinen und nur einem Bruchteil der Erntemenge der „Profis“ am Abend, war Beweis für seinen „Rumhintergrund“. Wenig Geld, viel Zuckerrohr!

Nachdem Torsten überaus kurzweilig und fachmännisch die Tradition der Rumerzeugung umrissen hatte, durften die Gäste – endlich– den ersten Rum testen.

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Ein Barbancourt 5 Star White aus Haiti kitzelte die Gaumen, dann verwöhnte, wunderbar weich und rund, der Malecon Reserva 15 J aus Panama, die Geschmackspapillen und die Nasen.

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Während die Gäste sich dem Genuss hingaben, gab Torsten Bechmann reichlich Infos und Geschichten zum gesamten Erzeugungsprozeß des Rums– Zuckerrohr, Zucker in verschiedenen Stufen der Raffinierung, Melasse zum Schnuppern, er hatte einfach alles dabei.P1000221P1000218

Die Gäste ließen sich gerne von Torstens Rum-Begeisterung anstecken. Angostura 1919, Barbancourt 15 Jahre, Botugal Reserva Exclusiva aus Venezuela, ein Malecon Reserva 21 Jahre, und zum guten Schluß als Aroma-Bombe der Pyrat XO Reserve aus Anguilla.

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Ein wirklich großer Bogen– geografisch wie geschmacklich–  wurde geschlagen.

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„So muss Rum“, könnte man in der neuen Werbesprache sagen. Und so kann ein Referent begeistern. Danke Torsten Bechmann!

 

 

p.s.: Die verkosteten Rums warten schon auf Sie! Sie sind herzlich willkommen in meinem Geschäft in Tegel. Auch gerne zu einer „Nachverkostung“.

 

Whiskey aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten – mit Tanja Bempreiksz 12. April 2013

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Am 12. April war es soweit,  die 1. Bourbon-Verkostung fand statt. Zu diesem Anlass lud ich Brand Ambassadorin Frau Tanja Bempreiksz ein, die uns in die Welt des Bourbon mitnahm. Mehr zur Geschichte vom Bourbon finden Sie unter Whisky: Amerika-Kentucky

http://weinundspirituosencenter.wordpress.com/whiskey/amerkia-kentucky/

Wie üblich gab es zur Eröffnung ein kleines Ratespiel, wo  diesmal alle weit davon entfernt waren, herauszubekommen, worum es sich wohl diesmal handeln mochte. In der Nase erinnerte es so manchen an einen muffigen Keller, na ja im gewissen Sinne unterirdisch war nicht ganz so weit entfernt, es handelte sich um einen im Holzfass gelagerten Enzian (Wurzelbrand).

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Das Wort ging nun an  Tanja Bempreiksz, die Gläser waren gefüllt,  und einer Reise in die USA stand nichts mehr im Wege. Es verschlug uns nach Kentucky, wo sich Johannes Jacob Böhm (Jake Beam) 1787/1788 niederließ und anfing, Whiskey zu brennen. Nach einer Reise zurück ins 18. Jahrhundert war es nun auch an der Zeit den Gaumen zu verwöhnen. Wir starteten mit einem New Make von Marker´s Mark, dem kurz darauf die fassgelagerte, käuflich zu erwerbende Variante folgte, dieser wurde 1953 von Bill Samuels Senior kreiert. Maker´s Mark ist kein „normaler“ Bourbon. Wird der klassische Bourbon aus 51-79%  Mais sowie 5-10% gemälzter Gerste hergestellt. Welche weiteren Getreidesorten verwendet werden, wie z.B Roggen oder Weizen, bleibt jedem Hersteller selbst überlassen.

Beim Maker´s Mark dagegen werden anstatt Roggen 16% Weizendestillat verwendet. Dies verleiht dem Whisky seine besonders weiche und süße Note.  Ein idealer Einstieg in die Welt der Bourbon-Whiskeys.

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Nicht nur die guten Tropfen, die noch folgten,  wie Basil Hayden´s, Knop Creek, Baker´s, Booker´s, Jim Beam Black und Jim Beam Devil´s Cut, sondern auch die Fachkompetenz von Tanja, die Ihr Seminar mit einer Galerie von Bildern und Text untermalte, zeigte, dass auch Amerika sehr gute Whiskeys herstellt und sich nicht hinter Schottland oder Irland verstecken muss.

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Wir bedanken uns bei Tanja für die interessante und lehrreiche Reise in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Diejenigen, denen es leider nicht möglich war, an der Verkostung teilzunehmen, laden wir herzlich ein, die Bourbons bei uns im Geschäft zu probieren. An unserem 35. jährigen Geschäftsjübiläum am 07. und 08. Juni 2013, von 12.00 Uhr bis 22.00 Uhr in der Brunowstraße 17 in 134507 Berlin, haben Sie nicht nur Gelegenheit die Bourbon zu verkosten, sondern wir bieten an vielen verschiedenen Ständen die Möglichkeit, Weine, Sekte und andere Spirituosen aus unserem reichhaltigen Sortiment zu probieren.

Wir freuen uns auf Sie. Vielen Dank für den schönen Abend

Ihr Albrecht Wirz

Whisky- Verkostung 3. Mai 2013 Glenfiddich vs. Balvenie, kommentiert von Manfred Beck und Peter Hüsing

Nach einer kleinen Weltreise, unsere Verkostungen vom 1. März 2013 und 12. April 2013, von Japan bis Amerika, verschlägt es uns wieder zurück nach Schottland, wo der Whisky seinen Ursprung hat!? Eine sehr gute Frage, wo wir aber auch an diesem Abend keine genaue Antwort finden konnten. Obgleich Schottland oder Irland, der Whisk(e)y ist ein einzigartiges Destillat mit so vielen verschiedenen Fassetten, der seinen Namen redlich verdient hat, Whisk(e)y; „ Wasser des Lebens“.

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Zum Auftakt, des Abends gab es wie gewohnt, eine kleines Rätzel. Die Lösung war diesmal schnell gefunden es handelte sich um einen Whiskylikör, einen Drambuie 15 Jahre alt. Der herkömmliche Drambuie ist vielen bekannt. Der Drambuie 15J ist eine Komposition aus 15 jährigem Speyside-Malt und dem typischen Drambuie-Aromen. Er präsentiert sich etwas malziger auf der Zunge und verwöhnt den Gaumen mit einer dezenteren Süße als sein kleiner Bruder.

P1130454Das Wort ging an Manfred Beck, der uns nach Duffton, im Herzen der Speyside, mitnahm. Dort befinden sich die Destillen von Glenfiddich (Tal der Hirsche) und Balvenie, von denen es heute im direkten Vergleich aus jeder Destille, jeweils drei verschiedene Whiskys zu verkosten gab. Die Destillerie Glenfiddich wurde 1886 von William J. Grand an der Robbie Dubh-Quelle errichtet, die Balvenie Destillerie würde 1892 ebenfalls von William J. Grand geründet und liegt nicht weit von der Glenfiddich Destillerie an der gleichen Quelle entfernt.

Bis heute sind beide Destillen in Familienbesitz und teilen sich, die Quelle, Kesselschmiede, Küferei und den Brennmeister. Der Torf kommt aus der Umgebung, das Getreide von der eigenen Farm und ca. 15% des Malzes kommt noch aus der eigenen Mälzerei.

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Die Gläser waren gefüllt und nach einem anschaulichen Vortrag von Manfred Beck über die Brennereien, war es an der Zeit den Gaumen zu verwöhnen und sich ein ganz eigenes Bild, vom Duft und Geschmack der Whiskys zu verschaffen.

P1130467Wir beginnen mit dem 12 Jahre gereiften Glenfiddich im Vergleich zum 12 jährigen Balvenie Doubel Wood. Diesen folgten der 15 Jahre alte Glenfiddich, bei dem Whiskys aus verschiedener Fässern (Oloroso Sherry, Bourbon, neue Eichenfässer) verheiratet wurden und der 17 Jahre alte Balvenie, der am Ende noch 4 Monate in neuen Eichenfässern nachreift. Die letzten Gäste in unserer freudigen und gemütlichen Runde waren der Glenfiddich Rich Oak, der 14 Jahre in ehemaligen Bourbon-Fässern reift und sein Finish, von 12 Wochen Lagerung, in neuen Eichenfässern aus Amerika und Spanien findet. Ihm wurde der erst seit kurzen erhältliche 14 jährige Balvenie Caribbean Cask gegenübergestellt, dieser reift 14 Jahre in traditionellen Fässern und findet sein Finish in Rum-Fässern aus der Karibik.

Obwohl die beiden Destillen so viele Gemeinsamkeiten haben ist es doch erstaunlich wie stark die Whiskys sich voneinander unterschieden.P1130437

Wir bedanken uns bei Manfred Beck und Peter Hüsing für diesen schönen und interessanten Abend. Wer es leider nicht geschafft hat an diesem Abend dabei zu sein kann gerne in unserem Geschäft diese Whiskys und noch viele mehr probieren.

Den jeder von uns hat nur seine eigene Nase und Zunge und wo der eine vielleicht den Duft von Birne in der Nase hat, mag es den anderen doch eher an einen grünen Apfel erinnern.

Vielen Dank, Ihr Albrecht Wirz

Whisk(e)y-Verkostung 9. August 2013

Nach der Sommerpause war es wieder Zeit für eine Verkostung: Neben schottischen Whiskys wollten wir auch einmal deutschen Whiskys unsere Aufmerksamkeit schenken.

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Mittlerweile gibt es  mehr als 100 Brennereien in Deutschland, die Whisky herstellen, und an diesem Abend schauten wir uns vier ihrer Produkte genauer an.

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Nachdem jeder der Anwesenden einen Platz zum Verweilen gefunden hatte und das erste gefüllte Glas in der Hand hielt, stellte sich die Frage, welcher Art die erste Probe wohl sein könnte, denn wie üblich gab es um die erste Spirituose im Glas ein kleines Ratespiel. Es handelte sich um einen ganz neuen Whisky aus der Destillerie von Highland Park: einen zehn Jahre alter Single Malt. Er ist erst seit Anfang August und nur in 0,35-Liter-Abfüllungen auf dem deutschen Markt erhältlich.

Wir blieben erst einmal in Schottland, wo wir The Antiquary, einen zwölf Jahre alten Blended Scotch Whisky der Brennerei Tomatin verkosteten. Im Vergleich zu anderen Blendeds besitzt er mit 55 Prozent einen sehr hohen Malt-Anteil.

13-08-09 Whiskyverkostung Deutschland + Schottland 102Aroma: fruchtig und malzig

Geschmack: feine Frucht mit Andeutung von Äpfeln

Nachhall: sehr lang Anhaltend durch den hohen Maltanteil

Nach Schottland verschlug es uns zurück nach Deutschland, genauer gesagt nach Franken, wo sich die älteste deutsche Malt-Whisky-Brennerei befindet. Seit 1980 destilliert Familie Fleischmann Obstbrände,  1983 begann sie mit der Herstellung von Whisky. Die Destillerie trägt einen ungewöhnlichen Namen: „Blaue Maus“. Der Name stammt von dem Lokal „ Zur Blauen Maus“, das 1996 in Eggolsheim eröffnet wurde. Zur gleichen Zeit kam der erste Whisky aus der Brennerei auf den Markt. Die Blaue Maus und auch der zweite Whisky, Seute Deern, sind Einzel-Fassabfüllungen und nicht kältefiltriert, so wie alle Whiskys aus der Brennerei der Familie Fleischmann.

13-08-09 Whiskyverkostung Deutschland + Schottland 085Aroma: zuerst kräftig, Blumenwiese

Geschmack: Marzipan, frisches Holz, zarte Bitternoten

Nachhall: lang im Mund

13-08-09 Whiskyverkostung Deutschland + Schottland 093Aroma: Lebkuchen, Zimt, Nelken und Ingwer

Geschmack: Lebkuchenaroma, Waldhonig, dezente Röst-,Vanille- Schokoladenaromen

Nachhall: Süße Trockenfrüchte

Nachdem wir die erste deutsche Brennerei „besichtigt“ hatten und der Gaumen eingestimmt war, ging es zurück nach Schottland in eine der ersten legalen Brennereien des Landes: The Macallan. Der Gründer, Alexander Reid, hatte schon 1824 die Brennlizenz bekommen. Die Gläser wurden mit dem The Macallan Amber gefüllt, einer von drei Whiskys aus der 1824-Edition. Seit April gibt es diesen unverwechselbaren Single Malt. Die neuen Abfüllungen dieser Serie haben keine genauen Altersangaben, sind aber wieder zu 100 Prozent Sherryfass-gelagert. Die Namen spiegeln die Farbe der Whiskys wider: „Amber“, Sienna“ und „Ruby“. The Macallan Amber ist eine Originalabfüllung aus Fässern aus spanischer und amerikanischer Eiche.

13-08-09 Whiskyverkostung Deutschland + Schottland 082Aroma: Noten von Zitrus, Vanille, Zimt, Rosinen

Geschmack: Nuancen von grünen Apfel und Limone, Zimt

Nachhall: mild, mit sanften Frucht- und Getreidenoten

Nach einer kurzen Pause war es an der Zeit, unsere Aufmerksamkeit dem Whisky aus Schlepzig im  Spreewald zu schenken. Der Sloupisti wurde das erste Mal 2004 destilliert. „Sloupisti“ ist die sorbische Bezeichnung von Schlepzig. Die Sorben sind ein westslawisches Volk, die in Sachsen und Brandenburg leben und in Deutschland als nationale Minderheit anerkannt sind. Der Hersteller, Dr. Thorsten Römer, füllte bisher nach drei Jahren ab, 2014 will er anfangen, Fässer länger liegen zu lassen. Als Erstes verkosteten wir den Sloupisti mit 40 Vol% Alkohol. Die Malznoten, gepaart mit Vanille und Karamell, begeisterten. Seine Fassstärke ist mit 64,3 Vol% angegeben. Sie ist fruchtig, mit etwas Kakao und leichter Süße. Der englische Whisky-Experte Jim Murry bewertet ihn mit 94 Punkten. Für uns stand fest, dass man die Whiskys aus dem Spreewald probiert haben muss.

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Zum Abschluss dieses Abends durfte ein rauchiger Whisky nicht fehlen. Dieser kam von der Insel Skye, wo sich nur eine Destille befindet. Die Destillerie Talisker wurde 1830 am Ufer von Loch Harport gegründet. Unseren Gaumen erfreute an diesem Abend der Taliska Storm, ein neuer Whisky aus dem Haus, der deutlich rauchiger als sein zehnjähriger Bruder ist. Im Geschmack sehr kräftig, die typisch pfeffrige Talisker Würze ist dominant.

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Ich bedanke mich bei allen, die an diesem Abend unsere Gäste waren.

Ihr Albrecht Wirz

10. Herbst- und Weinfest Glienicke/ Nordbahn 14.09.2013

Das Wetter hätte am letzten Samstag nicht besser sein können. Mehr als 12.000 Besucher genossen die Angebote der vielen verschieden Stände, bei strahlenden Sonnenschein rund um den Dorfteich in Glienicke/ Nordbahn.

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An unseren Ständen sorgen Aperol Spritz, Tocco Rosso, Ocarosa und verschieden Weine für das passende Summerfeeling.

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Aber auch für die Whisk(e)y- und Rumgenießer war es ein spannender Tag, denn mit über 120 offenen Spirituosen blieben keine Wünsche offen. Highlights waren der Ardbeg „Ardbog“, Macallan „Amber“ bei den schottichen Whiskys. Bei den  Rumsorten stachen der Ron Zacapa Etiqueta Negra aus Guatemala und Perpetual von Dictador aus Kolumbien heraus .

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Wir freuen uns jetzt schon auf das Herbst- und Weinfest im September 2014

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Rum genießen mit David Morrison

13-10-04 Appleton Verkostung 022Rumverkostung am 4. Oktober mit David Morrison

Für den 4. Oktober war es mir kurzfristig gelungen, David Morrison, den Senior Blender von Appleton Estate, für unsere Rumverkostung zu gewinnen. David war für Campari, den Importeur von Appleton, anlässlich des German Rum Festivals  in Berlin. Und wir hatten das Vergnügen, ihn bereits am Vorabend der Veranstaltung bei uns begrüßen zu können.

David Morrison

David Morrison gilt als einer der  wichtigsten Rumspezialisten der Szene und ist weltweit für Appleton unterwegs. Das Wein- und Spirituosencenter in guter Gesellschaft mit Events in New York, Las Vegas,  London und Paris. Wenn das mal nicht vielversprechend war.

Zu Beginn der Verkostung galt es wie immer, eine besondere Spirituose zu erraten. Gelb schimmerte das Getränk im Glas. Nach Zitrusnoten duftend… Was konnte das sein? David durfte als Erster riechen und nippen. „Gin!“, flüsterte er mir sofort und sicher zu. Richtig! Das, was kein anderer Gast vermutete, war im Glas:58665_b9b1f35dcdf55f0823771108adc6bd72_main_large

der kanadische Ungava Premium Gin. Erstaunlich, welche Aromen ein Gin entwickeln kann und welche Farbe er haben kann. Ungava verarbeitet bei der Destillation sechs Pflanzen und Beeren der nordkanadischen Tundra. Die Cloudberry- Moltebeere und die Wild Rose ( Hagebutte) sorgen für die sonnengelbe Färbung.

Nach diesem ersten Test der Sinne startete David Morrison seinen überaus interessanten Vortrag.

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Pot-Stills bei Appleton

Ein wenig wie der Bruder von Usain Bolt sah er aus in seiner jamaikanischen Trainingsjacke. Wir erfuhren, dass Appleton inmitten des Nassau Valley die älteste Destillerie auf Jamaika ist.

Seit 1749 wird dort Rum im aufwändigen Pot-Still-Verfahren hergestellt. Mit den besten Zutaten  eigener Produktion aus Zuckerrohr und Wasser bester Qualität.

David Morrison hat Jamaika und den Rum im Blut. Geradezu begeistert  berichtete er vom Herstellungsprozess und den verschiedenen Rumsorten.

Nach der Präsentation durften die Gäste endlich vom Beschriebenen kosten: Mit dem wunderbaren Appleton Estate 21 YO erlebten wir einen herrlich kraftvollen Rum mit deutlicher Vanillenote, spürbarer Mandelcharakteristik und warmen Noten von Kaffee und Kakao.

Aber halt: Bevor der erste Schluck über die Zungen lief, zeigte uns David erst einmal das richtige „Nosing“.13-10-04 Appleton Verkostung 056 13-10-04 Appleton Verkostung 055

„Appreciating Rum“– den Rum schätzen lernen, würdigen,  übersetze ich das mal frei. Nach dem solchermaßen erfolgten Schärfen der Sinne durften wir endlich „sippen“– in kleinen Schlückchen langsam und bewusst genießen.

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Der Estate 12 YO und der Estate V/X folgten. Besonders der Estate Extra 12 YO überzeugte mit seiner Aromenwucht und schließlich mit ganz ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis: Ein 12 Jahre alter Rum ( wohlgemerkt, der jüngste Rum des Destillats ist mindestens 12 Jahre alt)  ist bei mir für 25 € im Angebot.

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Appleton Estate 12 YO, der Favorit des Abends

Als Abrundung probierten wir den „White“ und den „Special“. Rums, die hervorragend zum Mixen und für Cocktails geeignet sind. Ja, und dann kam noch mächtig Alkohol ins Glas: ein Wray&Nephew White Overproof mit ganzen 63 % ! Sein Nickname ist „Jamaican Wine“. Er ist der meistgetrunkene Overproof der Insel. Stark, erstklassig und sehr preisgünstig.

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Als David Morrison wieder zurückführte zum ersten Glas, dem Estate 21 Years Old, wurde klar, welch hervorragende Qaulität und Vielfalt Appleton bietet. Danke für Dein Engagement, David!

p.s: Alle verkosteten Rumsorten können Sie bei mir in Tegel sehr gerne verkosten und dann entscheiden, welcher Ihr persönlicher Favorit ist.

Ihr Albrecht Wirz

 

Ziegler-Obstbrand-Verkostung, am 11. Oktober 2013, kommentiert von Maximilian Kirchner

Ein kurzer Blick zurück zur Ziegler- Obstbrand -Verkostung am 11. Oktober:

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Erinnern Sie sich noch an den wunderbaren Weinberg Pfirsich Likör– aufgegossen mit dem nicht minder köstlichen Champagner aus Taittingers Magnum Flasche?! Ganz sicher.

Mein Dank geht hier an die Edelobstbrennerei Ziegler und ihren Destillateur Maximilian Kirchner, der uns so kompetent die verschiedenen Spezialitäten von Ziegler nahegebracht hat.

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Dass für den Sauerkirschbrand ganze 16 Kilogramm Kirschen verarbeitet werden, und zwar nur 1a Früchte, wissen wir seit diesem Abend auch. Für das absolute Premiumprodukt Ziegler Waldhimbeerbrand werden gar für 0,7 Liter 50 Kilogramm Himbeeren benötigt! Da ist der stattliche Preis von 210 € gut nachvollziehbar.

13-10-11 Ziegler Verkostung 047Auch der No.1 Wildkirschlikör mundete unseren Gästen bestens: „Flasche leer“.

Geiste, Brände, Liköre: Die Ziegler Erzeugnisse wussten allesamt auf ihre Art zu überzeugen.

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Beim Verkosten des  Aureum Single Malt zeigte sich, dass die Destillateure von Ziegler auch die Kunst des Whiskybrennens ausgezeichnet beherrschen.

Vielen Dank an die Gäste des Abends und an die Brennerei Ziegler, die genussfreudig und mit guter Laune  diese Verkostung zu einem gemeinsamen Erlebnis gemacht haben. Alle Produkte von Ziegler, die verkostet wurden, und noch einige mehr,  habe ich vorrätig. Machen Sie mit einem Obstbrand, einem Wildkirschlikör oder einem köstlichen Waldhimbeergeist die herbstlichen Abende zum herzerwärmenden Erlebnis. Oder verschenken Sie eine der Köstlichkeiten an Freunde oder Geschäftspartner.

mit den besten Grüßen,Ihr Albrecht Wirz

Whisk(e)y-Verkostung, am 7. November 2013, mit Helge Müller

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Letzten Freitag durften wir Helge Müller, Brand Ambassador  u. a für die Brennereien Dalmore, Locke´s, Isle of Jura und Elijah Craig, bei uns begrüßen.

Bevor wir in die Welt des Whisk(e)ys eintauchten, wurde der Abend mit einem Cognac aus der Brennerei Maxime Trijol eröffnet. Es handelte sich dabei um einen Cognac VS aus der Classic Linie, einem Cuvée aus dem Anbaugebieten; Grand Champagne, Petite Champagne und Fine Bois.

13-11-07 Whiskyverkostung Borco 01513-11-07 Whiskyverkostung Borco 026 Nun ging das Wort an Herrn Müller, der uns an seiner Begeisterung für Whisk(e)ys teilhaben lies. Es begann mit einer Reise in die Vergangenheit, wie der Whiskey seinen Weg nach Irland, Schottland und Amerika fanden. Ein 8 Jahre alter Locke´s Single Malt Whiskey aus Irland, war eine sehr gute Wahl für den Anfang unserer Reise. Er überzeugte, durch seinen intensiv malzigen aber weichen Geschmack.

13-11-07 Whiskyverkostung Borco 006In Schottland hielten wir uns jedoch etwas länger auf und zwar in der Dalmore Destillerie. Auffallend ist, dass jede Flasche Dalmore mit dem Geweih eines 12 Ender verziert ist. Wie kam es zu der Ehre das königliche Wappentier tragen zu dürfen?

Der Legende nach soll ein Mitglied des MacKenzie Clans im Jahre 1263 dem schottischen König Alexander III. das Leben gerettet haben, als dieser während der Jagd von einem wilden Hirsch angefallen und schwer verwundet wurde.                     Die MacKenzies, die später 80 Jahre lang im Besitz der Dalmore Destillerie waren, bekamen vom König als Dank das Recht verliehen, einen Hirschkopf in ihrem Familienwappen zu tragen.

Alle Whiskys werden hier nicht nur in Ex-Bourbon Fässern gelagert sondern auch in Sherryfässern.Neben dem 12 Jahre alten Dalmore und den Dalmore Cigar Malt überzeugte uns an diesem Abend vor allem der Dalmore 15 Jahre. Ein sehr komplexer Single Malt, mit typischen Zitrusaromen der Highlands und leichten Pfeffer- und Chillinoten. Vom Festland aus ging es auf die Insel Jura, wo wir den 16 Jahre alten Isle of Jura verkosteten. Er zeigte sich von einer sehr milden, fruchtig, süßen Seite. Unglaublich war es, wie unterschiedlich die Whiskys aus einer Destille sein können. Das absolute Gegenteil zum 16 Jahre alten Isle of Jura, war der Isle of Jura Prophecy. Mit Torfrauch, Kraft, Schokolade und Vanille verstand er zu imponieren.

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Nach Irland und Schottland verschlug es uns in den Westen nach Kentucky. Evan Williams ist der zweit meist verkaufte Kentucky Straight Bourbon Whiskey in Amerika. Ein selbstbewusster Whiskey mit kräftigen Vanille-Noten. Zum Abschluss gab es einen Rittenhouse 100 Proof(50%vol.) Rye Whisky, besser hätte man den Abend nicht abschließen können.

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Wir bedanken uns bei Helge Müller für den gelungenden und abwechslungsreichen Abend.

Ihr Albrecht Wirz

 

Beauty and the Beast- Glenmorangie und Ardbeg – am 29.11.2013 kommentiert von Michael Scheibel

Am Freitag, dem 29. November ist das Haus voll bis auf den letzten Platz. Offensichtlich haben die Marken Glenmorangie und Ardbeg eine ordentliche Anziehungskraft. Michael Scheibe, Brand Ambassador,  ist an seinem letzten Tag in dieser Funktion bei uns zu Gast. Bild

Und er ist gut in Form!

Eine halbe Stunde lang geht es um die Marken, die Kunst des Whisky-Destillierens, bis hin zur Bedeutung der Holzauswahl für die Eichenfässer, in denen der Whisky reift und lagert. Ein illustres, unterhaltsames Vorspiel zur eigentlichen Verkostung. Michael Scheibe stellt eindrucksvoll seine Whiskybegeisterung und sein Hintergrundwissen unter Beweis.

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Acht Gläser, natürlich stilecht von Glenmorangie, sind vor jedem Gast aufgebaut. Wir starten mit The Beauty:  „Glenmorangie“. image005 „The Original“. Der Glenmorangie, auf dem alle anderen basieren, kommt als erster ins Glas. Und natürlich in die Nasen der Gäste, auf die Zunge, an den Gaumen. Ein Hochgenuss! Dieser 10- jährige  Highland Single Malt reift in Ex-Bourbonfässern und schmeckt wunderbar nach Orange, Vanille, Karamell…

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The Original

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„Der zweite Schluck ist wichtiger als der erste“, wissen wir mittlerweile auch.

Als zweiter Glenmorangie fließt der Lasanta in die Gläser. Zwei Jahre zusätzliche Lagerung in Sherry-Oloroso Fässern verleihen ihm Leidenschaft und Wärme,  Nuss, Rosinen- und Schokolade- Aromen sind deutlich zu erkennen. Auch Honig und Karamell meint man zu schmecken.

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Schokolade, Beeren und frischer Ingwer zum Aromenabgleich

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Dann Nr. 3: Der Quinta Ruban, der seine besonderen Aromen aus Portweinfässern bezieht. Aus den Fässern der „Quintas“. Rotgolden im Glas, mit Pfefferminz-, Walnuss- und Muskataromen.  Wir fügen auf Anregung des Meisters beim zweiten Schluck ein paar Tropfen Wasser hinzu, und schon entfalten sich neue frische Aromen auf Zunge und Gaumen. Ein echtes Erlebnis!

Nr. 4 ist der Nectar d`Or, der in Sauternes Barriques 24 bis 26 Monate zusätzlich lagert. Wunderbar mild und weich kommt er über die Zunge. Eine gekonnte Balance zwischen süss und trocken. Wir schmecken Limonen, Rosinen und Datteln.

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Nr. 5 ist der 18 Years Old. Wohlgemerkt: Das jüngste Destillat dieses PremiumWhiskys ist mindestens 18 Jahre alt. Tief golden in der Farbe und mit ungeheurer Komplexität kommt er daher. Ein wahres Meisterstück.

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Nr. 6, der „Signet“, zeigt schon auf dem Etikett mit den mittelalterlichen gälischen Zeichen seinen Anspruch.

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Glenmorangie Signet

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Augen schließen  zum Genuss! Die Gäste, und besonders die vier „Whisky-Rookies“ folgen der Anweisung von Michael Scheibe. 30 Sekunden mit geschlossenen Augen den Aromen nachfühlen. Der Signet mit über 30 Jahre alten Destillaten hat den Anspruch, der komplexeste Whisky aller Zeiten zu sein. Absolut nachvollziehbar, wir können in den Aromen  geradezu schwelgen…

Und nun: „The Beast“- ARDBEG image007

Für die erfahrenen Whisky Genießer kommt nun der Höhepunkt des Abends, kommen die Ardbeg Whiskys zum Zuge. ArdbogDer torfig-phenolige, doch letztlich weiche ARDBOG zeigt, wie Islay Whisky schmecken kann! Moor und Torf und Salzluft vereint dieser Whisky meisterhaft zu einem Erlebnis für die Sinne. Die versammelte Runde der Whisky Genießer kommt heute Abend mit diesem Tropfen besonders auf ihre Kosten: Der Ardbog ist praktisch ausverkauft und eher als Sammlerstück geeignet. Ich finde allerdings, dass meine Gäste ihn auf der Zunge verdient haben und nicht nur als Anschauungsstück im Regal bewundern sollen.

Ardbog ist einzigartig, leider auch selten.

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Und dann: „Last, but not least“, der Ardbeg Uigeadail! „Oogedoool“ gesprochen, mit Wasser aus dem moorigen Loch Uigeadail gebraut. 55 ppm Phenole sorgen für ein überaus rauchig, torfiges Aroma. Aber auch Zitrus – Noten läßt dieser Ardbeg frei, wenn man ihm auf der Zunge Zeit lässt. Ein Whisky für erfahrene Genießer.

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Mit dem Nachhall vom Uigeadail auf Zunge und Gaumen verabschieden wir Michael Scheibe, der diesen Abend zu einem besonderen Whisky – Erlebnis gemacht hat. Vielen Dank dafür, Michael.

Und immer „zwei Finger breit Whisky im Glas“, so verabschiede ich meine Gäste aus der letzten Whisky – Verkostung 2013 zum Jahreswechsel.

p.s. :  natürlich sind Sie herzlich willkommen in meinem Geschäft bis zum letzten Tag des Jahres und darüberhinaus. Wenn Sie noch ein Geschenk für Ihre Liebsten suchen– schauen Sie rein!

Ihr Albrecht Wirz und Familie

Das letzte Highlight war die Verkostung “ Wein trifft Schokolade“, am 13.12.2013 kommentiert von Erhard Grazielewski

Herr Erhard Grazielewski, Sommelier und Weinfachmann, stellte uns ideale Kombinationen von Wein und speziell ausgewählten Schell-Schokoladen vor.

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In der 3. Generation steht die Schokoladen­manufaktur Schell für erstklassiges Konditorenhandwerk. Seit 20 Jahren führen Annette und Eberhard Schell die Manufaktur in Gundelsheim. Sie haben sich mit dem Thema „Schokolade und Wein“ weltweit einen Namen gemacht. Den Durchbruch brachte das „Essigschleckerle“, welches als erste Praline ein Patent erhielt und auch im Guinness-Buch der Rekorde erwähnt wurde.

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Zur Eröffnung des Abends gab es einen Val d`Oca Spumante Rosé Brut Millesimato Valdobbiadene VSAQ in Kombination mit einer weißen „Blanche Fruit Rouge“-Schokolade. Nach diesem prickelnden Auftakt füllten sich die Gläser mit einem Nals Margreid Weißburgunder Penon 2012 aus Südtirol – frisch, spritzig und elegant mit typischen Aromen von Äpfeln und Ananas , ein herrlicher Begleiter zu Fisch, aber auch gern einfach mal so. Der zweite Wein kam aus Spanien. Der Aljibes Tierra de Castilla VdT 2009, der zwei Jahre in Barrique-Fässern ausgebaut wurde, war im Jahr 2012 bester spanischer Rotwein. Nachdem wir die ersten Weine verkostet hatten, kam auch die Schokolade zum Einsatz. Hierbei handelte es sich um die 70-prozentige Edelherb-Schokolade „Inka Inti“, die nur aus Kakaobohnen aus Peru hergestellt wird und einen Hauch Inka-Sonnensalz in sich trägt. Nachdem sich der Schmelz der Schokolade am Gaumen und auf der Zunge verteilt hatte und die leichte Salznote schmeckbar wurde, ergänzten wir das Geschmacksbild mit einem kleinen Schluck Wein. Beides in Kombination brachte noch mehr Geschmacksfacetten des Weines hervor. Auch das Salz der Schokolade wurde intensiver.

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Mit der 70-prozentigen „Barrique“-Schokolade aus Kakaobohnen aus Venezuela verkosteten wir vier verschiedene, im Holzfass ausgebaute Weine. Aus Südfrankreich von der Domaine de la Baume den Terres de la Baume 2010 aus den weißen Rebsorten Viognier und Chardonnay, einen Gran Reserva La Mancha DO 2007 von Castillo de Vagos aus Spanien und zwei Weine aus dem Haus Château Montlau: den Bordeaux Supérieur 2010 und den „Hors Série“ Grand Vin de Bordeaux 2009. Interessant war es auch, von Herrn Grazielewski an diesem Abend zu erfahren, dass Spanien zwar die weltweit größte Anbaufläche mit ca. 1.180.000 ha besitzt, aber Italien das Land ist, dass mit Abstand am meisten Wein produziert, und das weltweit. Mit ca. 50 Millionen Hektolitern (5.000.000.000 Liter) liegt Italien vor Frankreich mit über 40 Millionen Hektolitern, gefolgt von Spanien mit etwa 35 Millionen Hektolitern. Deutschland produziert im Durchschnitt 9,5 Millionen Hektoliter Wein im Jahr und liegt auf Platz neun. Nach dem kräftigen Bordeaux aus dem Haus Château Montlau ging es geschmacklich zurück nach Deutschland, und zwar an die Mosel. Ich konnte es mir an diesem Abend nicht nehmen lassen, Weine aus unserem eigenen Haus, dem Weingut Zehnthof Wirz-Servaty, vorzustellen. Eine Riesling-Auslese 1992er Senheimer Lay, von mir selbst gekeltert und vinifiziert, füllte die Gläser. Goldgelb präsentierte sich dieser 21 Jahre alte Wein im Glas. In der Nase kündigte sich das an, was sich auf der Zunge fortsetzte: viel Frucht, eine leichte Firne – der typische Altersgeschmack eines Weines –, abgerundet mit einer zarten Süße, die an einen Dessertwein erinnerte. Die Überraschung war gelungen.

14-01-31 Whiskyverkostung 07314-01-31 Whiskyverkostung 057 Nachdem dieser Wein solch breiten Anklang gefunden hatte, öffneten wir das Highlight des Abends: einen 1969er Senheimer Lay Riesling – feinste Auslese. Die Bezeichnung „feinste Auslese“ gab es nur bis zur Reform des Weingesetzes im Jahre 1971. Sie bezeichnet eine „Qualitätsstufe“ zwischen Auslese und Beerenauslese. 44 Jahre musste dieser Wein warten, bis er uns allen zeigen durfte, welches Potenzial in unseren Weißweinen steckt.Die Farbe erinnerte an Bernstein. In der Nase war neben ausgeprägten Fruchtaromen ein leichter, für alte Weine typischer Reifeton zu entdecken. Auf der Zunge steigerte sich das, was sich in der Nase schon angekündigt hatte: vollreife Trauben gepaart mit einer – trotz des hohen Alters – angenehm schmeckbaren Säure und abgerundet mit der vollreifen Süße einer hochwertigen Auslese. Ein Geschmackserlebnis der besonderen Art! Wer wollte, konnte zu diesen Weinen eine Schell-Vollmilchschokolade mit 35 % Kakaoanteil probieren. „Umami Papua“ mit feinen Zitrusnoten und Meersalz vom Atlantik, passend zu edelsüßem Riesling. Diesmal gab es keine Überraschung vorweg, sondern zum Abschluss, nämlich einen Pyrat-Rum XO Reserva. Dieser Premium-Blend aus der Karibik lagert mehr als 15 Jahre im Fass und besitzt eine ausgeprägte Orangennote, was ihn zu einem außergewöhnlichen und sehr beliebten Rum macht.

14-01-31 Whiskyverkostung 085Was könnte besser zu einem solchen Rum passen als die gefüllte Orangenbrand-Schokolade aus dem Hause Schell?! Eine  absolute Geschmacksexplosion im Mund! Schöner konnte man einen solchen Abend nicht ausklingen lassen.

Wir bedanken uns bei Herrn Grazielewski, der uns an diesem Abend einen kleinen Einblick in die  Vielfalt  der Weine gab – und ob man Schokolade mit Wein oder jedes für sich genießt, bleibt jedem selbst überlassen.  Eines kann man mit Sicherheit sagen: Ein Genuss ist es in jedem Fall!

Ihr Albrecht Wirz

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